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Wesen

Die Übersicht der Katzen und deren Verhalten kann nur eine kleine Entscheidungshilfe sein, wie sich bestimmte Katzen verhalten sollten. Beobachten Sie Ihren neuen Hausgenossen und dann werden Sie individuelle Eigenarten und Vorlieben kennenlernen und eine innige Freundschaft entwickelt sich. Obwohl schon in Ägypten Katzen bei uns Menschen wohnten und wir bis heute unterschiedliche Rassen gezüchtet haben, um ein bestimmtes Schönheitsideal zu erreichen, haben Katzen sich in ihrem Verhalten nicht verändert. Es bestand ja auch nicht das Verlangen, bestimmte Eigenschaften herauszuzüchten. Trotzdem ergeben empirische Untersuchungen, dass sich das Verhalten der Katzen nach Rasse, Umweltbedingungen und Vererbung bestimmen lässt. So sind einige Katzen temperamentvoller oder mauzen lauter. So sind überraschende Beispiele bekannt, dass der Nachwuchs der verschmusten Stubentigerin ein scheues Angstfauchen zeigt. Ein Ergebnis einer Romanze mit einem frei lebenden Abenteurers. Manche sind kontaktfreudig oder schüchtern und ruhig, kapriziös oder robust.
Aber wie alles im Leben sind Ausnahmen die Regel. Wie komme ich zu einer Katze, die zu mir passt und 15 bis 20 Jahre mit mir zusammenleben will. Oft werden auch der Aufwand der Pflege und Ansprüche des neuen Hausgenossen unterschätzt. Ein Tier darf niemals ein Ersatz für ein menschliches Wesen sein. Immer wieder erlebt man es, dass die ehemals als Familienmitglied gehaltenen Tiere ins Tierheim mit fadenscheinigen Gründen abgeschoben werden. Heute gibt es ca. 50 unterschiedliche Rassen. Da Katzen sensibel sind und sich nur bis zu einen gewissen Punkt erziehen lassen, meist nur so weit, wie sie einen Sinn und Vorteil für sich erkennen, sollte man sich vorher sachkundig machen und wenn es geht sie in der alten Umgebung nicht nur beobachten, sondern auch mit ihr spielen.
Wenn Sie sich schließlich für einen neuen Stubentiger entschieden haben, bitte, bitte wählen Sie ihn nie nach der Farbe aus, was sogar einige sogenannte Katzenliebhaber machen, sondern beobachten ihn in seiner alten Umgebung.

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Gangarten der Katzen
Je nachdem wie sich unsere Katze durch ihr Revier bewegt, unterscheidet man folgende Gangarten. Im Bewegungsablauf haben die Vorderbeine nur stützende Funktion, während mit den Hinterläufen der Schub ausgeübt wird. Wenn sie zum Beispiel zuerst das rechte Vorderbein vorwärts setzt und dann der linke Hinterlauf folgt, spricht man vom Kreuzgang. Diese Form der Bewegung ist ohne großen Kraftaufwand möglich. Hingegen wird beim Passgang der rechte Vorder- und Hinterlauf gleichzeitig einen Schritt nach vorne gesetzt. Nur bei Gefahr und bei der Flucht sprintet sie durch das Gelände. Bei dieser als Galopp genannten Gangart, kann sie, kurzfristig bis zu 50 km/h, erreichen. Diese Geschwindigkeit erreicht sie aber nicht durch schnelleres Bewegen der Läufe, sondern durch die anatomische Besonderheit des Rückgrades. Mit zunehmender Geschwindigkeit, wird der Abstand der Läufe zueinander immer kleiner, bis die das Hinterteil schon wieder abhebt, aber die Vorderbeine gerade erst gelandet sind und durch das Strecken des Rumpfes werden die Sprünge noch verlängert. Unsere Katze legt so die 3fache Entfernung des Körpers zurück. Geht sie aber im Zeitlupentempo, oft der als Imponiergehabe eingesetzten Gangart, spricht man vom Schleichen. Jeder kennt auch das Verhalten, wenn sie tief an den Boden gedrückt, ihre Beute anschleicht.

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Eine erste Überprüfung kann Ihnen nur einen Überblick über den Allgemeinzustand der Katze geben und nur offensichtliche Krankheitszeichen aufdecken.
gesunde Katzen
kranke Katzen
Gesunde Katzen spielen und toben gerne. Sie sind freundlich, temperamentvoll und neugierig. Die gesunde Katze hat ein glänzendes, weiches Fell, klare Augen, feste Muskeln, einen guten Appetit und betreiben ausgiebige Fellpflege. Die Körpertemperatur liegt zwischen 38 und 39 Grad Celsius und das Herz schlägt 120 bis 140 mal in der Minute.
  • Sie haben ein weiches, glänzendes und dichtes Fell, das frei von Verfilzungen und Knoten, Langhaarkatzen, ist.
  • Die Augen dürfen weder verklebt oder feucht sein und die Nickhaut, dritte Augenlid, darf nicht zu sehen sein.
  • Die Nase soll sauber, kalt und ein wenig feucht sein.
  • Auch die Ohren müssen innen völlig sauber sein, wenn schwarze Kruste in den Ohren zu erkennen ist, bedeutet das sie Ohrmilben hat.
  • Die Zunge und die Schleimhäute müssen ebenfalls zartrosa und rissfrei aussehen.
  • Gesunde junge Katzen besitzen weiße Zähne und ein rosa bis blasses Zahnfleisch. Bei älteren Semestern sind die Zähne oft gelblich, leider auch mit Zahnstein, das beim Tierarzt entfernt werden sollte, versehen.
  • Der After muss sauber sein und es darf auch kein unangenehmer Duft, Durchfall, vorhanden sein.
  • Gesunde Katzen haben z.B. keinen Mundgeruch.
  • Eine gesunde Katze bewegt sich geschmeidig und der Körper ist gut gepolstert, aber die Wirbelknochen sollten noch tastbar sein. Fühlt man sie nicht mehr oder hat sie sogar einen Hängebauch, ist sie zu dick.
Zwar kann vieles auch nur auf eine simple schlechte Laune und muss keine Krankheit sein, aber wenn man schlechte Nerven hat, lieber einmal zuviel als zuwenig den Tierarzt aufsuchen. Kranke Katzen sind matt, oft apathisch, oder steifen ruhelos umher und zeigen eine ungewohnte Aggressivität. In jedem Fall benimmt sich eine kranke Katze anders als gewohnt.
  • Ein ungewöhnlich dicker und aufgeblähter Bauch kann bedeuten, dass ihr Liebling Würmer hat.
  • Auch Durchfall und gelblicher Stuhl weisen auf eine Krankheit hin.
  • Kranke Katzen erkennt man an trüben/tränenden Augen und wenn die Nickhaut ständig zu sehen ist.
  • Viele Katzen sind von Flöhen, die sich oft an der Bauchseite bei Jungtieren befinden, oder Zecken befallen. überprüfen daher nach einem Freigang ihren Liebling. Oft wird nur der schwarze Kot, der sich bei Feuchtigkeit rot verfärbt, festgestellt.
  • Entzündungen, Ausschläge und runde kahle Stellen auf der Haut weisen oft auf eine Krankheit hin.
  • Das Fell wird stumpf und glanzlos.
  • Die Nase fühlt sich ungewöhnlich kalt oder warm an. Sie haben einen Ausfluss aus Mund und/oder Nase.
  • Kranke Katzen fressen meist schlecht oder gar nicht.
  • Wenn eine Katze sich nicht mehr putzt, sollte Mensch alarmiert sein.
  • Häufiges und vergebliches Aufsuchen des Katzenklos zum Urinieren ist ein Alarmzeichen. Hier sollte man sofort zum Tierarzt gehen.

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Schlaf der Katzen
Eine Katze verbringt den überwiegenden Teil, bis zu 15 Stunden täglich, mit Schlafen und Dösen. Das Schlafbedürfnis ist nicht nur von Katze zu Katze unterschiedlich, sondern nimmt mit dem Alter auch zu. Allerdings muss dieser Schlaf in unterschiedliche Phasen, die ständig wechseln, eingeteilt werden. So beträgt der reine Tiefschlaf mit Träumen verbunden, daher schnattert sie hier und bewegt oft Pfoten, Krallen und Schwanz, vielleicht träumt sie von der Mäusejagd, nur etwa 4 Stunden. Sie liegt dann eingerollt, Pfoten unter dem Körper versteckt und den Kopf am Bauch in einem ruhigen, ungestörtem Versteck. Auch wenn es noch so putzig aussieht, darf man sie jetzt nicht stören oder gar wecken. Im Halbschlaf dämmert sie vor sich hin und ist bei jedem Geräusch hellwach. Ihre Sinne sind auf die Umgebung fixiert und da ihre Muskeln noch angespannt sind, kann sie, wenn die Gelegenheit günstig ist, sofort ihrem Jagdtrieb nachgehen.
Mit einem herzhaften Gähnen, um die Kiefermuskulatur in Schwung zu bringen, anschließenden Räkeln und Dehnen des Körper mit Krallen ein- und ausfahren, so erwacht unser Stubentiger und wird unser wieder fit, um zu jagen und toben.

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Liebe oder was?
Wenn unser Stubentiger eine Maus oder andere Geschenke mit nach Hause bringt, geschieht dieses nicht aus Dankbarkeit, sondern dieses Geschenk soll ein Beitrag zu unserer Ernährung sein. Wir sind also Mitglieder der Katzengemeinschaft und müssen wie Babies ernährt werden. Seien Sie also froh, dass unser Schmuser das Geschenk nicht auch noch uns mundgerecht serviert. Auch bei uns auf den Schoß mit dem Po zugewandt zeigt ein großes Vertrauen. Einerseits ist das Schmusen erwünscht, aber anderseits ist man ja müde und will seine Ruhe haben.
Ja und nochmals ja, Katzen sind durchaus eifersüchtig. Aber wie sich dieses äußert ist genauso vielseitig wie, warum ist sie dieses bloß sind. Es kann der Familienzuwachs, der neue Partner oder ein neuer Vierbeiner sein, Futterneid, der Ruheplatz, das Spielzeuge, das morgendliche Zeitungslesen, jeder hat es bestimmt schon erlebt, dass unser Tiger, nachdem er uns beobachtet hat, sich genau auf den Artikel setzt, den wir gerade lesen oder ein durchdringendes Gemaunze, das natürlich in der gesamten Umgebung zu hören ist. Erst wenn die Ursache bekannt ist, können und müssen wir helfen. Viele Samtpfoten reagieren mit Unsauberkeit. Introvertierte Samtpfoten ziehen sich manchmal ganz einfach beleidigt zurück und reagieren mit Futterverweigerung und Spielunlust. Andere (z. B. extrovertierte) reagieren mit Zerstörungswut oder aggressivem Verhalten gegenüber Artgenossen, das sich in Fauchen, auf den Konkurrenten stürzen und ihm einige schmerzhafte Bisse und Kratzer versetzen, äußert. Falls auch ein Sensibelchen zu Ihrer Gemeinschaft gehört, kümmern Sie sich ganz besonders um dieses Wesen, da diese nie von allein zum Spielen kommen würden, sondern nur schmollend im Versteck ausharren würde. Aber auch eine ernsthafte Erkrankung kann diese Verhaltensveränderung verursachen.
Nicht nur eifersüchtig, sondern auch nachtragend sind unsere noch so lieben Vierbeiner. Wie sie sich für die erlittene Pein "rächen" und wann ist sehr unterschiedlich. Wir machen uns ja viel größere Sorgen, wenn das Problem schon länger zurückliegt. In vielen Zeitschriften findet man Leserbriefe der stolzen Katzenbesitzer, die von diesen Ergebnissen berichten.

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Katze der Haustyrann
Unsere Samtpfoten beobachten uns genau und nutzen jede Schwäche zu ihrem Vorteil aus. Man sagt sie sind egoistisch, eigensinnig, grausam und intelligenter als Hunde. Sie tun so, als ob sie kein Wässerchen trüben können, setzen aber ihren Kopf immer durch und wissen genau, was sie dürfen oder nicht dürfen, aber um Aufmerksamkeit zu erregen, machen trotzdem Verbotenes (z. B. auf dem Tisch sitzen) und wir reagieren prompt darauf. Als Antwort folgt der stolz erhobene Schwanz, jeder Katzenhalter kann von solchen Erlebnissen berichten. Ich erlebe es immer wieder, dass eine meiner Katzen es sich entweder auf dem Skript, Monitor oder der Tastatur gemütlich macht - dieser Artikel hätte schon eher fertig werden können - und dabei flirtet sie mit allen verfügbaren Waffen. Wie soll man da noch widerstehen? Aus einem anderen Zimmer ertönt ein Gepolter und/oder ängstliches Miauen. Was ist jetzt wieder passiert Verletzt? Ich lasse Arbeit, Arbeit sein und springe herbei. Jetzt hat sie ihr Ziel erreicht und meine Aufmerksamkeit erzwungen. Oder der Fußboden ist gerade frisch aufgewaschen, jetzt wird das Essen ausgebrochen, warum immer gerade dann. Oder die Flucht aus der Wohnung gelingt immer dann, wenn wir müde und voll gepackt mit Taschen uns durch die Eingangstür zwängen wollen. Oder der Aufenthalt im Garten wird nicht beendet, mit stolz erhobenem Schwanz spielt sie Nachlaufen, dann hilft auch keine Leckerei mehr. Wie vorsichtig sind wir, damit sie nicht gekränkt reagiert und wir wieder unsere Arbeit fortsetzen können. Dieser treue Blick mit Smaragd farbigen grünen Augen, schief gehaltenen Kopf -ein unschuldiger Blick -, ein treuherziges Miau, kann solch ein Wesen etwas Böses im Schilde führen, wohl kaum. Nochmals vielen Dank an meine geliebten Samtpfoten, dass ich nicht nur Miete zahlen darf, sondern hier auch wohnen darf.

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Aggression oder Angst
Da Angst und aggressives Verhalten oft in einander übergeht, ist schwierig zu unterscheiden, ob die Katze nun aus Angst kratzt und beißt oder eine Verhaltungsstörung gegenüber sich selbst, den Mitkatzen oder uns Menschen an den Tag legt. Meist resultiert es aus der frühen Prägungsphase und der Umwelterfahrung. Das Aggressionsverhalten wird aus der Situation selbst und dem Zeitpunkt in unterschiedliche Gruppen eingeteilt.
Auf die natürlichen Arten, wenn die Mutterkatze ihre Jungen verteidigt, Rang- und Revierkämpfe, Katerkämpfe um eine Partnerin und das spielerische Kämpfen der Jungtiere untereinander gehe ich an dieser Stelle nicht ein.
So kann eine beispielsweise eine Krankheit vorliegen, angefangen von FUS, Zahnproblemen, verstopfte Analdrüsen bis hin zu Verletzungen. Meist erkennt dies ein Katzenliebhaber sofort am veränderten Fressverhalten, am Aussehen des Fells oder auch daran, dass ihr Stubentiger insgesamt ruhiger ist. Hier hilft nur ein Besuch beim Tierarzt.
Der falscher Umgang mit den ach so geliebten Stubentigern, wie das Stören beim Schlafen, auch wenn die Pfote verlockend aus dem Schlafkorb ragt, beim Fressen oder beim Putzen des Fells, ruft meist eine Unmutsäußerung hervor. Selbst das auf dem Arm nehmen und gegen den Willen festhalten, um dem Bauch zu streicheln, was einige Katzen überhaupt nicht leiden können, ein gewaltsames Liebkosen, obwohl sie deutlichen Unwillen signalisieren, kann zu Beißattacken und ein paar kräftige Tatzenhiebe führen. Viele Katzen sind sehr genervt, wenn unbekannte Personen sie anfassen wollen oder sogar in ihren Schlafkorb greifen, sie in die Enge treiben, um sie zu streicheln. Sucht ihr Vierbeiner von selbst den Kontakt zu den Gästen, ist alles in Ordnung. Gerade junge Katzen spielen mit allem was sich bewegt, um den Jagdtrieb zu trainieren. So sind oft unsere Finger und Füße Ziel des Spiels und werden hemmungslos maletriert Wenn jetzt mit einer Belohnung abgelenkt wird, bedeutet dieses wenn ich meinen Zweibeiner in den Zeh beiße, spielt er mit mir oder ich bekomme wenigstens ein Leckerchen. So entwickelt sich ein aggressiver Wadenbeisser.
Wenn dann aus Verärgerung die Katze bestraft wird, bekommt sie es unter Umständen mit der Angst zu tun und hegt von nun an eine Abneigung gegen den Zweibeiner. So entsteht dann aus der Angst ein aggressives Verhalten. Schläge und lautes Geschrei sind immer ungeeignet, um einen hochsensiblen Stubentiger zu bestrafen. Wenn man häufig zu solche, für die Katze unverständliche Methoden greift, zieht man sich einen völlig verstörten Stubentiger heran, der sich mit allen Mitteln zur Wehr setzt, sobald er in die Enge getrieben wird und dann schließlich im Tierheim landet. Katzen kann man zum Spiel zwar auffördern und kommen in der Regel immer wenn sie Streicheleinheiten oder Spielen möchten. Kinder sind meist sehr tierlieb, aber oft fehlen insbesondere kleineren Kindern das Einfühlvermögen und die Feinmotorik um die Sprache der Katzen zu verstehen. Auf die Eltern kommt hier eine große Verantwortung zu, um ihnen zu zeigen, wie man mit einer Katze umgeht und Kratzer zu vermeiden. Sonst landen diese Vierbeiner, die so aus nachvollziehbaren Gründen wehren wieder im Tierheim.

Wie gehe ich mit einer aggressiven Katze um?

Nur mit viel Geduld und Verständnis kann man ängstlich fauchende Stubentiger gnädig stimmen und dann Aggressionsbereitschaft herabsetzen. Zwangsmaßnahmen sind wie immer nicht nur völlig ungeeignet, sondern verschärfen das Problem nur noch.
Wer seinem Liebling einen artgerechten Lebensraum einrichtet und auch einmal eine Beschädigung der Tapete oder ein Kratzer an der Couch ohne Schreien in Kauf nimmt, ihm katzengerechte Zuwendung und Pflege angedeihen lässt, wird in den seltensten Fällen Probleme mit seinem Stubentiger bekommen. Auch ein Artgenosse zum Toben und Spielen wirkt Wunder. Möchte eine Katze bei der Fellpflege nicht geholfen werden, genügt manchmal schon einfaches Streicheln während der Prozedur, um eine Schur unter Vollnarkose zu vermeiden. Oft sind es auch falsche Pflegeutensilien, die Katze wurde nie an das Kämmen gewöhnt oder dem Vorbesitzer war dieses zu viel Arbeit. Jetzt hilft nur ruhiges geduldiges Zureden, sanftes einfühlsames mit streicheln verbundenes Bürsten und das Belohnen mit einem Leckerbissen, um die verhasste Sitzung zumindest etwas versüßen.

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Angst
Eine neue Katze reagiert manchmal verunsichert durch die vielen unbekannte Geräusche und Düfte im neuen Zuhause. Dies legt sich aber innerhalb kürzester Zeit. Ihre Angst aber drücken Katzen je nach Charakter und der bisherigen erlebten Erfahrung auf unterschiedliche Art und Weise aus. Oft wird eine Angstäußerung von vielen Katzenfreunden und Betreuern mit Aggressivität verwechselt. So ist das bekannte Spucken meist nur eine ängstliche Reaktion. Andere wiederum verstecken sich, bei jedem ungewohnten Geräusch unterm Schrank, Bett usw. oder sie reagieren mit Unsauberkeit. Sie ducken, verkriechen sich oder greifen aber auch an, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen. Wenn solch eine Samtpfote bei Ihnen wohnt, muss zuerst einmal beobachtet werden, ob dieses Verhalten nur bei bestimmten Situationen auftritt oder reagiert ihr Liebling immer ängstlich. Den Tierheimen ist meistens das Vorleben der Katzen nicht bekannt, da die zu vermittelnden Tieren entweder gefunden worden sind oder von den früheren Besitzer nicht alles erzählt worden ist, so dass man wenig über das Erlebte weiß.
Leichter zu helfen ist ihrer Samtpfote, wenn diese Angstausbrüche nur sporadisch und/oder in bestimmten Situationen auftreten. Man kann sie langsam mit viel Geduld und Zuwendung an die Gegebenheit gewöhnen und unter Umständen mit Bachblüten helfend eingreifen. Ruhiges Sprechen, sich einfach nur in die Nähe setzen und aus einem Buch leise vorlesen, die Körpersprache einsetzen (z. B. mit geschlossenen Augen oder gähnend mit der Katze sprechen) hilft schon die erste Scheu und Angst zu überwinden. Wenn dann in einem unbeobachteten Moment meistens nachts die ersten unsicheren Ausflüge in der neuen Umgebung gemacht werden, ist schon viel gewonnen. Aber immer müssen die Reaktionen des Tieres beobachtet werden, um bei Rückschlägen einen anderen Weg beschreiten oder noch behutsamer vorgehen. Völlig falsch ist meiner Meinung nach, was eine Tiertherapeutin in einer Zeitung geäußert hat. Sie schlägt vor, dass die Katze in eine Transportbox gesperrt wird und dann der Situation ausgesetzt wird. Ohne Fluchtmöglichkeit in einer Box eingesperrt zu sein und dem Unbekannten ausgesetzt zu sein, steigert nur die Aversion gegen das Behältnis und baut das ängstliche Verhalten nicht ab. Im Gegenteil. Ihr Liebling kann das Vertrauen zu Ihnen verlieren und der nächste Arztbesuch wird zu einem Drama, da ihr Liebling schon wieder eingesperrt wird. Viele Situationen, die der Katze Angst einflößen, kann man vermeiden, indem man auf laute Musik, Hektik beim Umzug usw. verzichtet. Aber man will ja auch auf Besuch nicht verzichten und muss daher Rückzugsmöglichkeiten für den geliebten Vierbeiner in einem separaten Raum mit Futter, Schlafplatz und Klo schaffen. Das dies grundsätzlich für ängstliche Katzen gilt und nicht nur wenn Besuch angesagt ist, sollte einleuchtend sein. Wenn sie zur Eingewöhnung hier in einem Versteck sitzt, mehrmals mit Leckerchen gelockt wird und durch die tägliche Routine, wie Füttern und Kloreinigen, verliert sie ihre Angst. Aber manchmal kann es Tage dauern, bis sie zum ersten Mal vorsichtig ihr Versteck für kurze Zeit verlässt. Stellen Sie ihr Futter, Wasser und ihr Katzenklo ganz in die Nähe ihres Versteckes, auch wenn das im Schlafzimmer sein sollte, und rücken Sie jeden Abend alles ein Stück weiter in Richtung des Platzes, wo Futter und Klo am Ende stehen sollen.
Ängstliche Katzen haben seitwärts angelegte Ohren, zurückliegende Schnurrhaare und erweiterte Pupillen. Oft spucken oder schreien sie eindringlich, der Schwanz peitscht deutlich hin und her und das Fell ist gesträubt.

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Rolligkeit
Katzen werden nach ca. 6 - 10 Monaten geschlechtsreif. Man spricht dann bei einem Kater von Ranzzeit und bei Katzen von Rolligkeit. Da ein Kater immer deckungsbereit ist, will ich an dieser Stelle nur auf Katzen eingehen. Mindestens zweimal im Jahr, in der Zeit Februar bis März und August bis September, werden Katzen, für 8-10 Tage rollig, paarungsbereit sind sie allerdings nur 3-4 Tage. Die Rolligkeit bedeutet für die Katze Stress, insbesondere, wenn sie nicht gedeckt wird, kann diese in kurzen Zeitabständen wieder rollig werden, ja sogar in eine Art Dauerrolligkeit verfallen und schlimmstenfalls krank werden, (Zysten an den Eierstöcken) da der Eisprung erst durch das Decken eines Katers ausgelöst wird. Man vermutet, das aus diesem Grund, der Penis des Katers mit Widerhaken versehen ist. Wenn ihr Liebling sich rhythmisch hin- und herwälzt, dabei schreit und gurrende Laute (klingt wie rra-uh, arra-uh) ausstößt, oder bei jedem zärtlichen Streicheln das Hinterteil hoch streckt, ist es so weit, sie ist paarungsbereit.
Sie sollten ihren Stubentiger auf jeden Fall kastrieren lassen, hierbei werden die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt, einmal um die schon erwähnte Krankheit zu vermeiden und anderseits wenn man bedenkt, dass bei zwei Würfen mit je bis zu 6 Jungtieren, die dann ein neues zu Hause suchen, und die Tierheime überfüllt sind, wohin mit den Jungtieren.

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Katzenhochzeit
Wie wir Menschen, suchen Katzen ihren Kater nach ihrem Geschmack aus und nehmen nicht unbedingt den stärksten und wildesten Kater. Ja, sie bleiben mit dem Erwählten oft sogar ein Leben lang zusammen. Der Kater schnurrt, gurrt und schmeichelt, aber die Katzendame wehrt sich mit Hieben und Gekreische und zieht sich in einige Entfernung zurück. Dort wartet sie und wälzt sich auf dem Boden. Der Ausgewählte folgt. Dieses Spiel kann sich über Stunden hinziehen, während der eigentliche Paarungsakt nur wenige Sekunden dauert. Der Kater springt auf die Katze und beißt sich in ihrem Nacken fest. Danach springt er blitzschnell zur Seite, um Prügel zu vermeiden. Wenn sich die beiden länger kennen, deutet die Katze die Hiebe meist nur an.

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Trächtigkeit
Sie sehen Ihrer Katze zunächst nicht an, dass sie trächtig ist. Die ersten Anzeichen sind an den geröteten und festen Zitzen zu erkennen. Nach ca. 25 bis 30 Tagen rundet sich der Bauch der werdenden Katzenmutter und sie benötigt hochwertige und leicht verdauliche Nahrung. Zwei Wochen vor der Geburt können die Bewegungen ertastet werden. Die Katzenmutter wird ruhiger und "spricht" mit ihrem Nachwuchs, wenn dieser zu sehr im Bauch trampelt. 2 bis 3 Stunden nach den ersten Wehen setzt die Geburt ein. Im Abstand von 15 Minuten werden die Jungen geboren und sofort von der Mutter von der Fruchthülle befreit und trockengeleckt. Dadurch wird die Atmung angeregt und die Darmtätigkeit aktiviert. Nach der Geburt beobachten sie die Katzenmutter, da insbesondere unerfahrene Mütter mit dem quirligen Nachwuchs überfordert sein könnten. Nur bei einer unerfahrenen Katze muss Geburtshilfe geleistet werden. Erkundigen sie sich aber trotzdem nach einem gut erreichbaren Tierarzt.
Sie benötigen in jedem Fall eine gut ausgestattete und gepolsterte Wurfkiste, die an einem ruhigen und geschützten Platz stehen soll. Da nicht nur die Katze bequem liegen soll, sondern es muss auch noch der Platz für den Nachwuchs berücksichtigt werden. Aber da die werdende Mutter sich mit den Läufen bei der Geburt abstemmt, wählen sie daher einen Korb mit der Größe von ca. 35 cm Breite und 50 cm Länge.

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Welpen
Geboren werden Katzenjunge mit geschlossenen Augen nach 63-68 Tagen. Sie haben bereits spitze Krallen, die, da sie noch nicht eingezogen werden können, mit einer Haut überzogen sind. Die Kleinen Schnurren und Hören in der ersten Woche zum ersten Mal. Zwischen dem 5. bis 12. Tag öffnet der Nachwuchs zum ersten Mal die Augen. Eine Katzenmutter säugt ihre Jungen 8-9 Wochen, die immer ihre "eigene" Zitze benutzen. Aber schon in der 3. Woche bekommt dieser seine ersten Zähne, das richtige Gebiss wächst im 5.Monat. Ab der 4. Woche können sie mit der Zufütterung beginnen. Mit ca. 5 Wochen gehen die meisten Katzen zuverlässig auf das Katzenklo. Sobald die Welpen ihre Augen öffnen und damit ihre Umwelt wahrnehmen, beginnt die Erziehung und die ersten Entdeckungsreisen. Bitte stellen "ihren Nachwuchs" nach 9 Wochen dem Tierarzt zur Erstimpfung vor.
Viel schwieriger und nur mit großem und nervigen Aufwand zieht man Junge mit der Hand auf. Denn mit der Flasche alle paar Stunden geben ist es nicht getan, man muss den Bauch massieren, damit der Stuhlgang angeregt wird und dann das Warten auf das Erfolgserlebnis. Oder sie wollen gestreichelt,getragen und betüttelt werden. Sie müssen auch die Mutterwärme ersetzen. Ich wurde bei der Aufzucht von einer meiner Katzen super unterstützt. Da mit der Muttermilch das Immunsystem aufgebaut wird, sind Handaufgezogene Katzen krankheitsanfälliger. Ein kleiner Bericht folgt als Geschichte.

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Lernvermögen
Fast jeder Katzenliebhaber hat schon einmal beobachtet, wie Katzen Türen öffnen. Sie springen an die Türklinge und drücken diese mit den Vorderpfoten nach unten. Katzen lernen durch Beobachtungen und sind fähig dieses in der Praxis umzusetzen, um in der Umwelt zu überleben. Ihr Lieblingsfutter löffeln sie mit gekrümmter Pfote aus der Dose. Auch Schubladen stellen kein Hindernis dar, meine öffnet sogar die Kühlschranktür, um an ihren geliebten Käse zu gelangen. Andere Katzenliebhaber berichten stolz, dass Ihr Liebling das menschliche WC benutzt. Man könnte sogar soweit gehen, dass Katzen so geschickt sind, dass sie uns erziehen. Aber dressieren lassen sich Katzen nur unwillig. Sie lernen nur das, was ihnen Spaß macht.

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Revierverhalten
Katzen leben in einem strickten Revierverhalten und teilen diesen in drei Bereiche ein. Der 1. Bereich besteht einem ruhigen und bequemen Ruheplatz, der sich oft im Schlafzimmer befindet. Wenn sich zwei Stubentiger den Raum sich teilen müssen, hat jede ihren festen Schlafplatz, der auch verteidigt wird. Zum 2. Bereich gehören zugfreie, verborgene und trockene Verstecke. Auch sonnige Aussichtsplätze und Möglichkeiten zur Krallenpflege sind unbedingt wichtig. Wenn sie einen Garten besitzen, bieten sich Gartenmöbel und ein Holzstapel an. Natürlich darf eine Stelle fürs "Geschäft" nicht vergessen werden. Der 3. Bereich ist das Jagdgebiet der Katzen, in dem sich die Katzen nach einem festgelegten Zeitplan auf Mäusejagd begeben. Im Grenzgebiet zwischen den Bereichen zwei und drei findet die Kommunikation der Katzen statt. Wenn sie mehrere Katzen beherbergen, die aber nur in der Wohnung leben, teilt sich diese auch in ähnliche Bereiche ein. Hier muss darauf geachtet werden, dass jede Katze eigene Plätze hat, um sich zurückzuziehen und auch Ort für ein Meeting vorhanden ist. Insgesamt kann man sagen, das die Reviergröße zum Einen vom Geschlecht abhängig ist und ob die Katze kastriert ist. So benötigen Katzen und kastrierte Kater oft nur einen Bereich von wenigen 100qm. Zum anderen muss das Umfeld berücksichtigt werden. (in ländlichen Gebieten ist ein Katzenrevier größer).

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